Das Tier als Massenware…

…Tierpelze als Billigware

Es ist auffallend, wie viele Menschen, gar Kleinkinder in kühlen Jahreszeiten mit Jacken, Mützen usw. mit Pelzapplikationen tierischer Herkunft unterwegs sind. Sie dienen lediglich der Verzierung, auf die problemlos verzichtet werden kann. In den letzten Jahren hat dabei Pelz von Marderhunden, meist aus China, auf dramatische Weise zugelegt. So ist inzwischen Kunstpelz teurer in der Herstellung und ein schöner und üppiger Marderhundpelz mit 75cm Länge wird in Onlineshops für 12 Franken angeboten.

Corona förderte das Elend in dieser verwerflichen Tierindustrie erneut zu Tage, welche in den letzten Jahren Tierpelze als Billigware etablieren konnte. Dies durch Millionen an Tieren, die in kleinen Käfigen eingesperrt werden.

Dänemark hatte im Herbst 2020 über 17 Millionen Nerze vergast und in Gruben gekippt, weil bei den geschundenen Geschöpfen Covid nachgewiesen wurde. Die Angst vor mutierten Sars-Cov-2-Viren der Nerze zum Menschen brachte dieses Elend zu Tage. Die Tiere wurden später wieder ausgegraben und verbrannt, da das Grundwasser kontaminiert wurde.

Russland verzichtete auf die Keulung ihrer Pelztiere. Sie haben stattdessen den Corona-Impfstoff „Carnivac-Cov“ entwickelt, ein Sputnik V für Pelztiere. Das Vakzin wurde im April 2021 von den russischen Behörden zugelassen und stand schnell in ausreichender Menge zu Millionen zur Verfügung.

China und andere Länder? Man weiss es nicht.

Die Haltung der Wildtiere, die wie die Nerze in Freiheit Territorien von mehreren Fussballfeldern einnehmen, fristen in kleinen Käfigen auf einem Gitterrost ihr Dasein. Werden die Einzelgänger zu mehreren in einen Käfig gestopft, bieten sich Bilder wie folgendes:

Quelle: Beobachter.

Nerze sind Einzelgänger.

Quelle: Beobachter.

Aus einer italienischen Zuchtfarm in der Lombardei.

Die Tiere werden überfüttert, was mehr Pelz gibt. Die Pfoten deformieren sich und schmerzen wegen dem Gitterrostboden, der die billigste „Entsorgung“ der Exkremente erlaubt, die je nach Haltung auf die Leidensgenossen unterhalb herabregnen.

Eine Art der Fütterung sieht so aus, dass ein Brei aus Fleisch, Fisch und pflanzlichen Abfällen auf die Käfige geklatscht wird, der sich dann auch mit den Exkrementen der Tiere im Käfig mischt.

Krankheiten und extrem gestörtes Verhalten sind die Folgen.

Dies zieht auch den Einsatz von Antibiotika nach sich, damit die Tiere nicht schon vor der „Ernte“ verenden.

Eine Nestbox mit Einstreu gibt es höchstens für Tiere, deren Pelze in exklusiven Couture-Geschäften verkauft werden. Diese vom Käfig aus zugängliche winzige Box erlaubt dem Tier einen „Rückzugsort“, dessen Dach aber oftmals wieder aus Drahtgitter gefertigt ist.

Die Hölle auf Erden

Die Tötung markiert den letzten abscheulichen Punkt der Leidensgeschichte. Damit der Pelz nicht (noch mehr) Schaden nimmt, werden die Tiere durch Strom oder Abgase getötet. Bei letzterer Methode wachen sie nicht selten wieder auf und erleben das Abziehen des Pelzes bei vollem Bewusstsein. In Ländern wie China wird ihnen der Pelz meist bei lebendigem Leib abgezogen.

Ungezügelte Profitgier und wegschauende Konsumenten

Die Pelzindustrie geht wie keine andere an die Grenzen schlimmster Tierfolter. Die Farmen sind ein ökonomischer und ökologischer Unsinn und die Folgen hat die Allgemeinheit zu tragen.

China, Ausgangspunkt von Sars-Cov-2, verweigert eine lückenlose Aufklärung. Wissenschaftler sehen einen plausiblen Grund für die Pandemie in der inzwischen gigantischen Tierindustrie. Hier werden vor allem Schleichkatzen und Marderhunde zu Abermillionen gezüchtet. Sie waren bereits bei Sars-Cov-1 als Zwischenwirt identifiziert worden.

Auch Hunde sind in China ein Wirtschaftsfaktor

Und dies, damit der Mensch diese Tierquälerei zur Schau tragen kann?

Die Branche setzt Milliardengewinne um, weil es den Konsumenten keinen Deut schert, welche Qualen hinter dem scheinbar „schönen“ Produkt stehen.

Quelle: SRF Schweizer Radio und Fernsehen

Eine Frau mit einem Marderhundpelz.

Ein Irrtum zu glauben, dass diese Aufdringlichkeit alle sehen wollen.

Die Zeit ist mehr als reif für ein Umdenken. Denn die in der Schweiz eingeführte Deklarationspflicht aus dem Jahre 2014 ist in vielerlei Hinsicht unwirksam und nicht zielführend.

Folgende Nachricht aus dem Zürcher Kantonsrat lässt aber hoffen:

Am 20. September 2021 stellte sich der Zürcher Kantonsrat (vorerst) geschlossen hinter die Initiative von Sandra Bossert und Nina Fehr Düsel (beide SVP) mit 101 Ja-Stimmen für ein Importverbot von Pelz aus Qualzuchten. Der Bund soll nur noch Pelze aus einheimischer Jagd zulassen.

Hoffen wir weiter, dass die Initiative durchkommt und die Schweiz gewillt ist, ein Zeichen zu setzen.

Es gibt keinen Grund, diese abscheuliche Tierindustrie weiter zu protegieren.

NAG-Event 2017

Vor über 20 Jahren gründete Nicole Thakuri-Wick das Kinderheim NAG (Home of New Hopes) in Kathmandu, Nepal.

Die Erfolgsgeschichte ist bewundernswert. Die Schule des Heims ist staatlich anerkannt und bietet eine Qualität, die weit über die öffentlichen Ausbildungsstätten hinausgeht. Ein zentraler Schwerpunkt stellt die Gleichberechtigung der Geschlechter dar. Denn vor allem die Frauenrechte werden in Nepal mit Füssen getreten.

Jedes Jahr findet der NAG-Event statt, an welchem die UnterstützerInnen des Heims und Interessierte über die neuesten Entwicklungen informiert werden.

Filmbeitrag über die Aufnahmeprüfung am NAG

Weitere Infos vom Anlass des 7. Mai 2017 finden Sie auf der NAG-Webseite

www.nagnepal.org

 

Im Züri-Zoo

Für mich stellt der Masoala-Regenwald das absolute High-Light des Zürcher Zoos dar. Eine eindrückliche Anlage, die 2003 ihren Anfang nahm:

Sonnenbad

Auf Abwegen

Hunger

Roter Vari

Riesenschildkröten

Chamäleon

Eröffnung: 30. Juni 2003
Fläche: 11’000 Quadratmeter
Tiere: über 50 Wirbeltierarten
Kosten: CHF 52 Mio.

Wiederaufforstung

Infolge der Indien-Blockade wurde letzten Winter kaum mehr Gas nach Nepal geliefert. Viele mussten daher Holz zum Kochen und Heizen verwenden, welches nun dringend wieder aufgeforstet werden muss.

NAGs sechste Klasse hat sich diesem Problem angenommen. Jede Woche werden neue Pflanzen gesetzt und das Land von Müll befreit.

GreenRevo (8)

GreenRevo (5)

Weitere Fotos auf www.nagnepal.org